DIE AUSWEIDUNG NR. 6 - Klingelton des Grauens, REC, Ein Weisenshaus, das Omega-Männchen, zwei mal Rob Zombie und ein Horrortrip für die Zuschauer

Hallo, liebe Leser
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In letzter Zeit habe ich immer mehr DeJaVu – Erlebnisse. Entweder gibt’s das Remake eines asiatischen Horrorfilms (diesmal „One Missed Call“, bald „Shutter“) oder einen neuen Wackelkamerahorror („REC“ und demnächst „Zombie Diaries“ und Romeros „Diaries of the dead“).
Zwar ist das nicht unbedingt schlimm, sind doch einige recht gute Titel dabei, doch auch einen Horrorfreak wie mich dürstet es mal nach etwas Abwechslung, und umso erfreuter war ich als mir mit „Das Weisenhaus“ und dann noch mit „Jumper“ nicht nur zwei Titel vorgelegt wurden, die sich grundlegend vom momentanen Einheitsbrei unterscheiden, sondern auch noch grundverschieden für beste Unterhaltung sorgen konnten, auch wenn Gorehound in beiden Fällen wohl etwas benachteiligt werden.
Aber für die Habe ich mir ja auch noch das Asylum-Remake von der Omega-Mann vorgenommen, und auch Rob Zombie sollte mal eine Platz in der „Ausweidung“ erhalten. Anlässlich seines bald auf DVD erscheinenden „Halloween“ - Remakes (Review kommt in der nächsten Ausgabe) habe ich mir seine letzten zwei Filme noch mal vorgenommen.
Zu guter Letzt musste ich noch einmal richtig leiden. Wieso erfahrt ihr in der Review von „Fear Factory – Labor der Angst“.
Wie immer wünsche ich natürlich auch heute viel Spaß beim Lesen und später beim Gucken.
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One Missed Call Desktop Wallpaper 800 x 600

TÖDLICHER ANRUF („The Call“ aka „One Missed Call“ -Remakeofdb
Neuerdings wird der Freundeskreis um Beth immer kleiner.
Zwei ihrer Freunde haben auf ihren Handys einen mysteriöse Sprachnachricht erhalten, in der sie sich im Augeblick ihre Todes selbst hören, und sind kurz darauf an unheimlichen Unfällen gestorben.
Nun klingelt auch bei Beth das Handy mit einem seltsamen Klingelton, und ihr bleibt wenig Zeit hinter das Geheimnis des tödlichen Fluchs zu kommen.
Ein Cop, dessen Schwester auf die selbe Weise starb, hilft ihr dabei.

Schon letzte Woche habe ich bei “The Eye” über Sinn und Unsinn von Remakes asiatischer Erfolgsfilme gesprochen.
War da die eben erwehte Neuverfilmung noch so nötig wie ein Kropf, so kann man dies von „One Missed Call“ nicht sagen, da das Original rein auf ein japanisches Publikum ausgerichtet war. Sprich: Der Film war für Westler viel zu langsam und unspektakulär.
Tatsächlich war der Film selbst für japanische Verhältnisse nur solider Durchschnitt (inklusive schwarzhaariges Geistermädchen) an dem einzig sein Kultstatus genießender Regisseur wirklich bemerkenswert ist, und wie er den Film umgesetzt hat.
Denn Takashi Mike („Ichi- The Killer“, „Dead or Alive“, berühmt berüchtigt für exzessiven Splatter und ausschweifende Folterorgien, verzichtet für seinen wohl kommerziellsten Film fast komplett auf Gewalt und Bluteffekte, was letzten Endes dabei heraus kam war ein netter kleiner, aber grundsolider japanischer Geisterhorror der nach bewährten Strickmustern gut unterhalten konnte. Nicht Mehr und nicht Weniger.
Und da der Film recht erfolgreich (2 Sequels, 1 TV-Serie) war, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis jemand in Hollywood auf ihn aufmerksam wurde.
Natürlich aber musste einiges für die amerikanischen Kinos modifiziert werden.
Der Schauplatz wurde in die USA verlagert, die Schauspier wurden gegen, mehr oder weniger, bekannte Mimen ausgetauscht, die etwas Langatmigen Szenen wurden etwas temporeicher und um einige kleine Schockmomente angereichert und die wurde deutlich düsterer gestaltet, außerdem wurde das (inzwischen recht ausgelutschte) Horrormädchen durch zombieähnliche Geistererscheinungen ersetzt, die etwas unheimlicher erscheinen als im asiatischen Pendant. Die Handlung hingegen wurde fast 1:1 vom Original übernommen und gestaltet sich als eine „Ring - Variante“ mit einem Hauch von „Final Destination“.
Auch sonst lässt sich der Film am Besten mit dem „The Ring“- Remake vergleichen, da er den originalen Stoff nur aufwertet und kaum etwas am ursprünglichen Konzept verändert (ganz zu Schweigen davon, das Story und Handlung sich frappierend ähneln). Zwar fließt hier etwas mehr Blut (aber auch nicht viel) und einige Ekeleffekte musste auch sein, doch hauptsächlich bedient sich der Film unserer allgegenwärtigen Angst for dem Tod und funktioniert hautsächlich auf psychologischer Ebene, das aber auch verdammt gut.
Zudem wurden die Hauptrollen mit Shannyn Sossamon („Ritter aus Leidenschaft“, „Sin Eater“ ) und Edward Burns zwei gute Hauptdarsteller gefunden, die den Film tragen können.
Zusammengefasst kann man sagen, dass Regisseur Eric Valette sehr gute Arbeit geleistet und einen stylisch, atmosphärisch dichten und spannenden Horrorthriller abgeliefert hat, der sich hinter seinen Genrekollegen nicht zu verstecken braucht, und dem geneigten Freund des soliden Kinohorrors ruhig mal ans Herz gelegt werden kann.

Der Film kommt uncut mit FSK:16 in die Kinos.

SPLATTER: 04/10
ATMOSPHÄRE: 10/10
HÄRTE: 08/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 90%

RECofdb
Eine Reporterin und ihr Kameramann begleiten eine Einheit der Feuerwehr zu einem Einsatz in einem großen Mehrfamilienhaus.
Kaum dort angekommen werden sie schon vom vermeintlichem Opfer angegriffen.
Es stellt sich heraus, dass ein tödlicher Virus in dem Gebäude ausgebrochen ist, der alle Infizierten in blutrünstige Bestien verwandelt.
Noch bevor eine flucht überhaupt möglich ist, wird das ganze Gebäude unter Quarantäne gestellt und abgeriegelt.
Feuerwehrleute, Reporter und Mieter müssen jetzt schnell einen sicheren Platz, oder einen Ausweg finden, den die Infektion greift schnell um sich.

REC gehört zu der Reihe der Fake-Dokus mit Horrorhandlung, die mit „Blairwitch Project“ begründet und neuerdings von vielen Filmemachern als Kostengünstige und rechte effektive Alternative zur üblichen Filmproduktion neu entdeckt wurden, um ihre unheimlichen Visionen auf die Kinogemeinde loszulassen.
Natürlich hat sich aber einiges geändert. Einerseits sind die neuen Produktionen um einiges Teurer, als der 40.000 Doller- Erstling, Andererseits spielen die neuen Filme nicht mehr nur auf psychologischer Ebene, sondern scheuen auch nicht den Einsatz von Effektgewittern, wie jüngst in „Cloverfield“ eindrucksvoll zu sehen war.
Wem letzterer Film übrigens durch das Gewackel und die Hecktick nicht gefallen hat, der sollte um REC einen weiten Bogen machen, den REC ist, besonders bei den Szenen wo man eigentlich alles sehen möchte, noch ein ganzes Stück hektischer.
Hier kommen wir dann auch gleich zum einzigen, aber auch größten Kritikpunkt des Films: Ein gewisser Mangel an Logik.
Das fängt damit an, dass der Film ja aus der Sicht eines Kameramanns (beziehungsweise seiner Kamera) gezeigt wird (man also eigentlich ein einigermaßen professionelle Arbeit) aber die Bilder bei jeder etwas schnelleren Szene (also die Angriffe) dermaßen wild wackeln, dass man wirklich kaum was erkennen kann. Noch schlimmer wird es dann aber, wenn die Linse beschlägt (was mehr als ein Mal vorkommt), dann ist der Zuschauer nämlich wirklich auf seine Phantasie angewiesen. Das klappt zwar ganz gut, aber nervt des Öfteren auch gewaltig.
Ansonsten fragt man sich schon wieso so viele der Mieter sich unbedingt im Treppenhaus aufhalten müssen, wehrend es in ihren Wohnungen doch bedeutend sicherer ist. Aber diese und einige andere Fragen, stellt man sich bei REC erst nach dem schauen; denn trotz der Logiklöcher, hat der Film es ordentlich in sich.
Am besten könnte man ihn als eine art „28 weeks later“ oder „Dawn-Remake“ auf kleinerem Raum bezeichnen, denn er ist eindeutig dem modernen Zombiefilm zuzuschreiben, und geizt daher auch nicht mit blutigen Momenten (mit expliziten Hammergore ist hier aber auch nicht zu rechnen).
Doch auch jenseits der Bluteffekte funktioniert der Schocker bestens, die Schauspieler geben ihr Bestes, die Atmosphäre ist bedrückend und fesselt, und die Handlung flott und gespickt mit fiesen Momenten.
Wer also mit der sehr eigenwilligen „Blairwitch“-Optik klar kommt, und mal wider einen ordentlichen, durch und durch bösen Zombiehorror sehen möchte, wird von REC sicher nicht enttäuscht.

Eine FSK: ab 16 müsste für den Film eigentlich durchaus möglich sein, da er auf explizite Effekte verzichtet, oder sie (genauer gesagt) durchs Gewackel vertuschte.

SPLATTER: 07/10
ATMOSPHÄRE: 10/10
HÄRTE: 10/10
QUALITÄT: 09/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 88%

Jumper Desktop Wallpaper 1024 x 768

JUMPERofdb

David, der sich immer für einen ganz normalen Typ gehalten hat, findet mit 15 heraus, dass er sich beliebig oft an jeden Ort teleportieren kann. Er ist ein Jumper.
Unglücklich über sein bisheriges Leben und denn trinkende Vater, tut er es seiner Mutter gleich und haut von zuhause ab.
Fortan durchreist er die Welt und finanziert sich seinen Lebensunterhalt durch gelegentliche Besuche in diversen Banktresors.
Nach acht unbeschwerten Jahren erfährt er schließlich nicht nur, dass er nicht der einzige Jumper ist, er trifft auch auf Roland, einen erbarmungslosen Killer, der für eine uralte Geheimorganisation Jumper aufstöbert und sie tötet.
Unterstützt von einem anderen Jumper, nehmen sie den Kampf auf und David erfährt auch, dass Rowland möglicherweise hinter dem Verschwinden seiner Mutter steckt.

Hier brauch ich nicht lange um den heißen Brei herumzureden; außer dass sich die puren Gorehounds das lesen dieser Review sparen können, denn Doug Limans („Mr & Mrs Smith“) „Jumper“ ist ein pures Fanatsyabenteuer aus der Superheldenecke für die (fast) ganze Familie (ab 12).
Ein purer Unterhaltungsfilm mit viel trickreicher Action, ordentlichen Schauspielern, einer flotten und oft mit Humor aufgelockerten Handlung und genug Spannung.
Besonders viel Tiefgang oder Logik sollte man da nicht erwarten, denn die Story dient größtenteils als Gerüst für die Effektgewitter.
Diese sind dann aber perfekt gestaltet, und sorgen besonders im furiosen Finale für reichlich Adrenalinschübe und gut Laune. So kommen bei den Kämpfen der Titel gebenden Jumper auch mal Linienbuße und Starkstromleitungen als Waffen zum Einsatz.
Die Schauspieler sind mit Hayden Christensen ("Star Wars: Episode 2 - 3"), Rachel Bilson, Jamie Bell, Diane Lane und Samuel Jackson durch die Bank gut besetzt und besonders Jackson als Bösewicht Roland vollbringt ein kleines Wunder.
Er schafft es nämlich aus seiner durch und durch eindimensionalen Figur so viel heraus zu holen, dass er jeden der Kollegen problemlos an die Wand spielt, und ist auch besonders ausschlaggebend dafür, dass der Film mehr als nur FX zu bieten hat.
Man könnte sich zwar noch etwas mehr Action wünschen, denn diese nimmt nur knapp 30% des Films ein, was wohl am vergleichsweise niedrigen Budget lag, doch die flotte Handlung mach dies wider wett, und man kann sich sicher seine, dass (wo der Film in den USA Platz 1 der Kinocharts eingenommen hat) es eine noch viel wuchtigere Fortsetzung geben wird.
Wer also „Spiderman“ (der Härtegrad ist am besten damit zu vergleichen) mochte, und generell mit jugendfreier Action für den netten Kinoabend ohne Tiefgang etwas anfangen kann, wird seinen Spaß haben.

Eine FSK: ab12 ist eigentlich sicher. Es gibt einzig eine härter Szene, aber diese wird daran sicher auch nichts ändern.

SPLATTER: 02/10
ATMOSPHÄRE: 09/10
HÄRTE: 07/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 91%

DAS WAISENHAUSofdb

Laura und ihr Mann Carlos ziehen mit ihren schwerkranken Sohn Simon in das alte Waisenhaus, in dem Laura einen Teil ihrer Kindheit verbracht hat, und wollen es wider eröffnen.
Doch schnell beginnen sich mysteriösen Ereignisse zu häufen.
Die imaginären Freunde von Simon scheinen sich vervielfacht haben, eine seltsame alte Frau taucht auf, am Tag der Eröffnung wird Laura von einem Jungen mit einem Sack überm Kopf angegriffen und Simon verschwindet.
Nach Monaten der Angst erbitten Laura und Carlos die Hilfe eines Mediums…

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, denn die Handlung birgt noch einige Überraschungen. Und obwohl die Story stark an Poltergeist erinnert, merkt man das im eigentlichen Film nicht.
„Das Waisenhaus“ wird in den Medien ununterbrochen mit Guilermo Del Torros „Devils Backbone“ verglichen, und daran will ich auch hier nichts ändern, muss allerdings auch sagen, dass der Film auch genug Eigenständigkeit besitzt um auch so als kleines Kunstwerk des unheimlichen Erzählkinos zu gelten.
Allen voran ist der verzicht auf plumpe Schockeffekte zu loben, hier wird mehr auf subtilen Spannungsaufbau, eine geheimnisvolle Story und die tollen Schauspieler gesetzt. Nich zu vergessen eine edle und wunderbar düstere Inszenierung, die mit erstklassigen Bildern aufwarten kann.
Die Handlung lässt sich zwar etwas Zeit bis sie in Fahrt kommt, ist aber in keiner Sekunde langweilig, und wird Stück für Stück fesselnder.
Bluteffekte gibt es selten, doch die die eingesetzt werden sind sehr effektiv und recht hart. Allein schon die erste Szene mit den Fingernägeln lies mich laut zischen.
Doch wie schon erwähnt sind blutige Schockeffekte in diesem Edelhorror absolute Nebensache und werden niemals selbstzweckhaft eingesetzt.
Ich will nicht mehr verraten, und kann den Film nur jedem ans Herz legen, der von den modernen Geisterstreifen a la „The Grudge“ und Co übersättigt ist und mal wider einen tiefsinnigen, klassischen und daher irgendwie auch wider frischen Geisterhorror sehen möchte.

Der Film läuft zurzeit ungeschnitten mit FSK:ab12 im Kino, ist aber alles Andere als ein Kinderfilm.

SPLATTER: 05/10
ATMOSPHÄRE: 10/10
HÄRTE: 08/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 93%



I AM OMEGAofdb

Ein Virus hat fast alle Menschen auf der Welt in blutgierige Monster verwandelt.
Renchard ist einer der Letzten und muss sich in einem abgelegenen Haus, jede Nacht der Infizierten erwähren und mit der Einsamkeit klarkommen, die ihn langsam verrückt macht.
Eines Tages kriegt er plötzlich eine Nachricht über seinen Laptop.
In der nahe gelegen Stadt scheint sich noch eine Überlebende zu befinden, die zudem auch noch gegen das Virus immun sein soll.
Doch nicht nur das es in der Stadt vor Infizierten nur so wimmelt, Renchard
hat inzwischen das ganze Gebiet mit Sprengstoff gespickt und die Uhr leuft in wenigen Stunden ab.

Wie von Asylum erwartet konnte man bei „I am Omega“ nicht mit großen Schauspielern oder spektakulären Kulissen (wie in „I am Legend“) rechnen.
Aus Kostengründen wurde die Lokation in eine (immerhin stimmige) Wüstengegend verlagert und als Hauptdarsteller durfte B-Star Mark Dacascos herhalten. Immerhin kann man aber schon sagen, dass man es hier mal mit einem höherwertigen Mimen (hier passt die Bezeichnung wirklich), als den üblichen talentlosen No Names aus dem Asylum Universum zu tun hat.
Er hat ein anständiges Mindestmass an Talent und ist wenigstens actionerfahren.
Natürlich ist Dacascos mit der Rolle das ein oder andere Mal etwas überfordert; ganz besonders im ersten Drittel, das unnötig in die Länge gezogen wurde. Dies sorgt aber auch mehr als ein Mal für unfreiwillig witzige Szenen.
Außerdem hat man hier auch einen ordentlichen Regisseur eingestellt.
Und an diesem Punkt kann ich auch gleich jedem sagen, dass „I am Omega“ bei weiten besser ist, als man es anfangs befürchtet. Nein, im Gegenteil, für ein B-Movie ist er sogar richtig gut.
Dies ist vor allen Griff Furst („Universal Soldiers“)zu verdanken, der das Beste aus dem bescheidenen Budget machte, und dank Farbfiltern und anständigen Schnitt eine anständige postapokalyptische Atmosphäre erzeugt. Außerdem gab er sich beste Mühe die Actionszenen so zu inszenieren, dass auf Visuelle -Effekte verzichtet wurde, die bekanntlich meist nur wirklich gut aussähen, wenn ordentlich Geld hineingepackt wird. Und (und das ist mitunter hier das wichtigste) er hat nicht auf Selbstironie verzichtet und wollte von Anfang an, dass der Film nicht einfach nur zu einem Bierernsten Horrorabklatsch gerät. Dabei ist der Film aber nie albern, und bleibt über weite Strecken spannend.
Natürlich kann man nicht mit Wundern rechen, und besonders die ersten 30 Minuten muss sich der Zuschauer mit der eher öden Einführung und den irgendwie immer gleich ablaufenden Zombieangriffen zufrieden geben, doch schnell kommt auch Tempo in den Streifen, und man kann auch einen Vorteile erkennen, den das Filmchen gegenüber seinem aktuellen Vorbild „I am Legend“ hat, und zwar die Zombies (oder Infizierten, um genau zu sein).
Wenn die animierten Hüpfmonster in dem Will Smith Blockbuster gestört haben, der wird von den schön gestalteten Fleischfressern in „I am Omega“ begeistert sein.
In Punkto Splatter ist der Film guter Durchschnitt. Es gibt schön blutige Einschösse, viel mehr aber auch nicht.
Natürlich hat der Film auch einige Schwächen. Seien da einige Logiklöcher, oder eben der öde Start; aber man kann hier von der eindeutig besten „Asylum- Produktion“ aller Zeiten und einem grundsoliden, spannenden B-Movie sprechen.

Eigentlich sollte „Keine Jugendfreigabe“ reichen. Da „I am Omega“ aber bei MIB erscheinen wird, kann man nie absehen was sich das Label einfallen läst.
So kann auch eine gekürzte „Spio/JK“ sein. In dem Fall käme aber auch eine ungeschnittene Österreich -DVD.

SPLATTER: 08/10
ATMOSPHÄRE: 09/10
HÄRTE: 08/10
QUALITÄT: 09/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 88%


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HAUS DER 1000 LEICHENofdb

Vier Teens sind auf dem Weg durch die amerikanische Provinz um einen Reiseführer über die unheimlichsten Schauplätze zu schreiben.
Auf ihren Weg kommen sie in zu Captain Spaulding´s „Museum of monsters and madman“. In der schäbigen Achterbahn, mit gratis Chicken-Wings, erfahren sie die Geschichte von dem geisteskranken Irren Dr. Satan, welche die Vier so sehr fasziniert, dass sie den, nahe gelegenen, Ort wo er getötet wurde, aufsuchen möchten.
Unterwegs dort hin, lesen sie, bei strömenden Regen, die Blondine Baby Firefly auf, welche sie vorher noch nach hause bringen wollen.
Da es zu einer Reifenpanne kommt lassen sich die Vier auf eine Einladung von Baby ein, derer Familie gerade eine Halloweenparty schmeißt.
Doch schnell stellt sich die Hinterwäldlersippe, nicht nur als äußerst seltsame Freaks; sondern auch als extrem gefährliche, und sadistische Mörderbande heraus.

Hier das unglaublicher Kinodebüt des hochbegabten Rockers und Musikclipregisseurs Rob Zombie, welcher für seinen ersten Kinofilm alle Register moderner Filmkunst zieht.
Überzeichnet und bunt; hat man Anfangs das Gefühlt es mit einer schwarzen Komödie zu tun zu haben. Dies ändert sich aber spätestens dann, wenn der Firefly-Clan die Teenager überwältig, und gefangen nimmt.
Tatsächlich besteht die zweite Hälfte von „Haus der 1000 Leichen“ nur noch aus brutaler Gewalt und übelsten Psychoterror, der den Zuschauer nicht kalt lässt.
So erinnern Story und Handlung nicht von Ungefähr, an Filme wie „Texas chainsaw massacre“ oder „The last house on the left“; ist Zombies Werk doch auch als Hommage an das Terrorkino der 70er gedacht; nur das er optisch absolut aufgemotzt wurde.
Allerdings kann man diesen Schocker, auch inhaltlich, keinesfalls als einen plumpen Aufguss alter Schocker bezeichnen; denn allein die durchgestylt, bunte Optik (gegen die selbst „Natural Born Killers“ wie ein Schwarzweiß-Film wirkt) und das intensive, fiese Spiel der Hauptdarsteller machen den Besuch im Horror-Kabinett der Fireflys zu einem schaurig bösen Erlebnis der ganz harten Sorte.

Den Film gibt es in Deutschland in zwei Versionen:
Die ungekürzte (und inzwischen indizierte) Kinofassung trägt ein kleines Zeichen der Juristenkommission (SPIO/jk) und ist mit der Aufschrift „Kinofassung“ an der Rückseite gekennzeichnet.
Die geschnittene FSK:KJ-Version und reguläre Verkaufsfassung hat nur das übliche, rote FSK-Zeichen.
Wer die uncut Fassung nicht kennt, wird die geschnittene Version aber kaum als solche erkennen, da die KJ-Fassung immer noch sehr viele brutale und blutige Szenen enthält. Außerdem ist der Film selbst, so holprig und wild geschnitten das er fast jede Zensur selbst vertuscht.
Beide DVD´s sind technisch erstklassig, wird man doch von der Firefly Familie durch das animierte Menü geschimpft, und bekommt eine Menge schöner Extras geboten.

Rob Zombie heiratete nach den Dreharbeiten, Baby Darstellerin Cherry Moon (Zombie).

SPLATTER: 9/10
ATMOSPHÄRE: 10/10
HÄRTE: 10/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 90%


DEVILS REJECTSofdb

Die durch geknallte Horrorfamilie Firefly hat es mit dem Morden eindeutig übertrieben. Die Polizei taucht auf und ballert das schmucke Heim, unter der Führung des rachsüchtigen Sheriff John Wydell (dessen Bruder im ersten Teil hobbs gegangen ist) zusammen; und stürmen das Haus.
Ottis, Captain Spaulding und Baby gelingt die Flucht.
Gehetzt von der Staatsmacht, lassen sie es sich aber nicht nehmen sich auf ihre besondere Art zu amüsieren. Dabei hinterlassen sie eine blutige Spur Entlang des Highways.
Doch Wydell ist ihnen, mit Unterstützung von zwei schmierigen Kopfgeldjägern, auf der Spur, und hat kein Interesse daran auch nur ein Familienmitglied for einen Richter zu bringen.

Bei der Fortsetzung zum „Haus der 1000 Leichen“ hat sich Rob Zombie für einen Stillwechsel entschieden. War sein Kinodebüt noch ein knallbunter und wild geschnittener Horrortrip; so wurde „The Devils Rejects“ ein Höllenritt in klassisch, rauer Roadmovie-Optik der 70er, der alles Andere als Massentauglich ist.
Obwohl Keinesfalls unblutig, ist es besonders die erbarmungslose, ans perverse grenzende Brutalität und Darstellung menschenverachtender Grausamkeiten, die bei diesem Film einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt, und so manchen sensiblen Zuschauer in die Knie zwingt. Hier wird schonungslos gefoltert, es werden Frauen misshandelt, vergewaltigt und getötet. Einzig der grimmige Humor des ersten Teil sorgt für eine gewisse Auflockerung des knallharten Geschehens.
Dabei bleibt der Film aber unglaublich rasant, spannend und fesselnd; obwohl man so ziemlich keine einzige Identifikationsfigur hat; da hier jeder, sogar die vermeintlich Guten, krank und böse sind. Und so wird man, wie schon im ersten Teil, fasziniert vom Strudel der Gewalt mitgerissen und erlebt eine abgedreht, rohe Horrorshow, der besonders realistischen Art.
Für Freunde brutal, schockierender Unterhaltung ein Muss mit Kaufpflicht.

Da der Film sogar noch härter und menschenverachtender ist, als der erste Teil, ist es umso verwunderlich, dass der „Directors Cut“ absolut unzensiert eine FSK-Plakette bekommen hat, und somit „ab 18“ in seiner vollständigen Version überall erhältlich ist.

SPLATTER: 10/10
ATMOSPHÄRE: 10/10
HÄRTE: 10/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 95%

FEAR FACTORY – Labor der Angstofdb

Sechs Freunde haben auf dem Weg zu einer Klettertour einen Autounfall.
Auf der Suche nach Hilfe stoßen sie im dunklen Wald auf ein Labor, und habe nichts besseres zu tun, als dort einzubrechen.
Ein großer Fehler. Den dort hat ein komisches Männchen alle Wissenschaftler dazu gebracht sich gegenseitig umzubringen und wartet auf neue Opfer.

Wer hätte das gedacht? „War of the living Dead” wurde von seinem Thron als schlechtester Film gestoßen.
Denn was ich bei „Fear Factory“ alles über mich ergehen lassen musste, grenzt ans Grausame und lies sich nur durch ganz viel Humor Meinerseits ertragen.
Fangen wir bei der Hauptdarrstellerin an:
Ja, ganz vorne auf dem Cover prangert ihr Name schon als Unheil und niedrige Qualität verkündendes Omen.
Es ist Tara Reid, das böse Mädchen das mal in „American Pie“ und „Party Animals“ mitspielen durfte und seither nur noch durch Drogen- und Polizeiproblem auffällt. Eine gut Schauspielerin war sie noch nie, außerdem sieht sie inzwischen recht abgewrackt aus, kann also auch nicht mit ihrer Optik punten. Ist im Vergleich zu den anderen Figuren, die gerade wohl aus irgend einem Schauspieler-Schnellkurs entlassen wurden, aber tatsächlich noch ein Lichtblick (auch wenn ein verdammt Trauriger).
Die Location: Man kann sich das Lachen nicht verkneifen wenn eine der Das
Figuren im Labor steht und sagt: „Das muss Millionen gekostet habe!“. Pesus?
Das Drehbuch: Einfach nur schlecht. Die Dialoge sind so dumm, dass es über weite Strecken richtig wehtut, wenn man den Film versucht ernst zu nähmen (Großer Fehler).
Die Story ist aus verschiedenen Genrevertretern lustlos zusammengeklaut. Und die Handlung ist so schwachsinnig und unlogisch, dass man sich fragt welcher Heroinsüchtige auf Entzug sie sich erdacht hat. Einfach nur Peinlich.
Dann sei da die Regie: Anya Camilleri. Wer zur Hölle ist das?
Ein Name, der (wenn es einen Gott gibt) hoffentlich in der Versenkung (oder bei Asylum) verschwindet und nie wider auftaucht. Gegen diese Frau ist Uwe Boll ein Meister cineastischer Erzählkunst.
Und selbst das ist noch etwas untertrieben; denn der Film ist so öde und langweilig inszeniert, dass die Augenlieder schnell ganz, ganz schwer werden.
Und wenn man schon mit einen unübersehbar schlechten Skript und talentfreien Darstellern arbeitet, sollte man nicht wenigstens versuchen ein paar anständige
Splatterszenen einzufügen? Platz und Möglichkeiten genug gab es ja.
Aber nein!!! Alles muss ja schnell geschnitten sein, oder im Dunkeln stattfinden.
Sei dann auch noch schnell erwähnt, dass hier höchstens mal jemand mit nen Schraubenzieher (oder vergleichbaren abgestochen wird), oder sich mit na Nagelpistole in den Kopf schießt (klingt viel härter als es im Film aussieht, alles sehr unexplizit).
An Peinlichkeit nicht zu überbieten ist auch noch eine Rückblende, in der einem Jungen die Zunge raus geschnitten wird. Man muss sie gesehen haben!
Ansonsten glänzt der Film bis zu Finale durch absolute Einfallslosigkeit.
Kaum zu glauben das dieser Schrott ursprünglich fürs Kino gedacht war.
Doch Angesichts dessen was man da den Verleihern vorgesetzt hat, hätte selbst der talentierteste Schönredner den Streifen nicht in den Lichtspielhäusern vermarkten können.
Auch kaum zu Glauben ist, dass er 5 Millionen Dollar gekostet haben soll.
Wo ist das Geld hin?!! Haben die etwa das ganze Gebäude für den Dreh gekauft oder ist alles für die Gage der Reid draufgegangen?
Dies wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Was aber kein Geheimnis bleiben sollte: Dieser Film ist billige, absolut langweilige und dazu auch noch splatterarme Scheiße, bei der selbst die größten Trashfans nur verlieren können.

Trotz der lächerlichen Tricks wurde der Film wohl von der FSK ernst genommen und hat ungeschnitten „Keine Jugendfreigabe“ erhalten.

SPLATTER: 06/10
ATMOSPHÄRE: 07/10
HÄRTE: 08/10
QUALITÄT: 04/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 19%



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