DIE AUSWEIDUNG NR. 11: Diary of the dead + ROMERO SPEZIAL, Death Sentence, Rice of the Footsoldier, Krieg der Welten – die Zweite, und ein Wrestlemaniac
Liebe Leser.
Was habe ich als absoluter Zombie-Fan auf diesen Film gewartet.
Ja, natürlich. Die Rede ist von George R. Romeros fünften Zombiemeisterwerk „Diary of the dead“.
Endlich durfte ich in den Genuss dieses kleinen, aber mehr als nur feinen Films kommen, und kann euch freudig berichten: DAS LANGE WARTEN HAT SICH GELOHNT!
Da es sich hier ja bekanntlich nicht um irgendeinen Film handelt, gibt es dazu noch ein SPEZIAL. Und zwar das (für den Blog leicht angepasste) erste Kapitel aus meinem Buch „Splatter- Der blutige Film, Band 1: Zombies“, welches sich mit der „Dead Reihe“ befasst, und den Start dieser Ausgabe darstellt.
Doch auch nicht Romerorianer kommen diese Woche voll auf ihre Kosten.
Sei es bei Kevin Bacons fieser Rachetrip in „Death Sentence“, oder der Hardcoreversion von „The Football Factory“ „Rise of the Footsoldier“ und dem Billigsequel von „Krieg der Welten“.
Ihr seht, es gibt einiges zu entdecken und später zu sehen.
Viel Spaß. Euer Andreas Port.
AUSZUG AUS:
Splatter- Der blutige Film
Band 1: Zombies
Erstes Kapitel:
Romero´s Dead - ReiheEs begann alles in Pittsburgh…

NIGHT OF THE LIVING DEAD (USA 1968)Barbara und ihr Bruder Johnny sind gerade auf dem Friedhof, um ihre tote Mutter zu besuchen, als sich eine unheimliche Seuche auszubreiten beginnt. Frisch Verstorbene werden lebendig und fallen, hungrig nach frischen Fleisch über die Lebenden her.
Alsbald werden auch Barbara und Johnny von dem ersten Zombie angegriffen; wobei Johnny sein leben verliert.
Barbara gelingt die Flucht auf ein altes Farmhaus, wo sie auf den Farbigen Ben und noch fünf weitere Personen trifft. Sie verbarrikadieren sich.
Die Nacht bricht ein, und immer mehr Zombies tauchen auf, wehrend in Fernsehen vom nationalen Notstand gesprochen wird.
Zombiefilme gab es schon in den 30er Jahren, nur waren das damals nicht die blutgierigen, menschenfressenden Monster, wie wir sie heute kennen, sondern meistens die willenlosen untoten Diener eines schwarzen Magiers, oder die Opfer eines Voodoofluchs.
Erst als George R. Romero 1968 mit „Night of the living dead“ ein ganz neues Konzept erfand, änderte sich das nachhaltig.
Noch nie zuvor wurde Horror so schonungslos, sozialkritisch und realistisch gezeigt.
Auch wenn der Film (welchen Romero selbst geschrieben, teils finanziert und in seiner Heimatstadt Pittsburgh mit Unterstützung von Freunden gedreht hatte) für heutige Verhältnisse als harmlos gilt und inzwischen in jedem Kaufhaus ungeschnitten mit einer FSK:ab16-Freigabe für wenig Geld zu bekommen ist, war er damals einer der härtesten Film und gehört zu den Meilensteinen des Terrorkinos.
Qualität: 9/10 (Kunststück)
Splatter: 5/10 (nicht mehr ganz Zeitgemäß)
Härte: 8/10 ( setzte Maßstäbe)
Filmgeschichte: Noch nie zuvor gab es im Film einen schwarzen Anführer, der dann auch noch eine weise Frau schlagen durfte. Dies war in den späten 60ern ein wahrer Tabubruch
Zum 30. Jubiläum wurde eine erweiterte Fassung mit neu gedrehten Szenen und einem modernisierten Soundtrack veröffentlicht. Die 30th Anniversary Edition ist um eine (nette) Goreszene und einige Handlungsszenen verlängert. Von dieser Fassung sei allerdings abzuraten, da man die neuen (größtenteils überflüssigen) Szenen immer irgendwie als solche erkennt, und durch die neue Filmmusik einiges an Charme verloren geht.
Dies unsägliche Fassung ist in Deutschland FSK:18
DAWN OF THE DEAD (USA/ITALIEN 1978)AKA
ZOMBIE – DAS ORIGINAL
Das Zombie-Virus ist auf der ganzen Welt ausgebrochen. Wer gebissen wird und stirbt, wird zum Zombie.
Die Untoten überlaufen die Menschheit und alle öffentlichen Strukturen brechen zusammen.
Zwei Polizisten und ein Pärchen flüchten mit einem Hubschrauber, durch das zombieverseuchte Land, in ein großes Einkaufszentrum, und fühlen sich darin sicher.
Doch die steigende Flut der Untoten und eine plündernde Rockerband zerstören die Zuflucht.
Nach dem unerwarteten Erfolg seines ersten Schockers -, welcher zunächst nur in wenigen Lichtspielhäusern startete, dann zum großen Kinohit avancierte, und schließlich in die Filmsammlung des new yorker „Museum of modern art“ aufgenommen wurde, - drehte Romero, zehn Jahre später, mit Unterstützung von Dario Argento die legendäre Fortsetzung „Dawn of the dead“; welche in Europa in einer eigens erstellten (, und laut weitläufiger Fan-Meinung besseren) Euro- (Argento-) Schnittfassung als „Zombie“, aka „Zombies im Kaufhaus“ veröffentlicht wurde.
Dieser Film übertraf seinen Vorgänger in jeder Hinsicht und bot eine blutig düstere Zombieapokalypse, die bis heute als unübertroffener Prototyp des Zombiefilms gilt, und in ihrer ungeschnittenen Version in Deutschland verboten ist.
Dies ist auch keinesfalls verwunderlich; denn obwohl Romero seinen Film als Kritik auf das Konsumbewusstsein der 70er sieht, ist „Zombie“, dank der unglaublichen Leistungen der FX- Legende Tom Savini (welcher hier auch den Anführer der Rocker-Bande spielt und später das Remake von „Night of the living Dead“ verfilmen durfte), einer der blutigsten und kompromisslosesten Filme der Horror-Geschichte.
Kopfschüsse am laufendem Band, blutig-derbe Bisse und detaillierte Ausweidungen prägten nicht nur den Film, sondern auch das gesamte Zombiegenre. So löste „Dawn of the dead“ in den 70ern einem weltweiten Zombieboom aus und bekam 2004 ein großartiges Remake von Zack Snyder, welches zwar nicht mehr die Härte des Originals aufbrachte, dafür aber mit seiner düsteren Atmosphäre, viel temporeicher Action und rennenden Zombies, ein großer Erfolg wurde, und sogar eine neue Zombiewelle in den Kinos auslöste.
Qualität: 10/10 (Meisterwerk)
Splatter: 9/10 (setzte Maßstäbe)
Härte: 10/10 (Knallhart)
Gut zu wissen:Der unvergleichlich düstere Soundtrack der Euro-Cut-Fassung entstammt der italienischen Band Goblin.
Aus dem Beschlagnahmebeschluss der AG Tiergarten vom 01.02.2000:Der Film enthält keine durchgehende Handlung. Vielmehr steht im Vordergrund das wahllose Töten mit der Zielsetzung, diese Handlungen in Nahaufnahme zu zeigen.
Zu den Fassungen:Romero-Cut 127min (usa)
Romeros Schnittfassung für die US-Kinos ist im Gegensatz zur Argento-Fassung länger an Handlung.
Außerdem wurde der Goblins-Soundtrack viel weniger beansprucht. Romero setzte mehr auf Kaufhausmusik.
Romero-Directors-Cut 139 min. (usa)
Um noch mehr Handlung und etwas Gore verlängerte Fassung des Romero-Cuts. Eigentlich eher eine Extendet-Version, da Romero mit seiner ursprünglichen Fassung zufrieden war.
Argento-cut = Euro-cut / 114 min. (Italien)
Die mit abstand kürzeste Uncut-Fassung. Von Dario Argento eigens fürs italienische Kino geschnitten und auch im Rest Europas veröffentlicht.
Es wurde nur der Goblins-Soundtrack verwendet.
Diese Fassung gilt unter Fans als die Beste, da sie den Schwerpunkt des Films am stärksten auf die Action verschiebt.
Ultimate-Final-Cut / 156 min. (Deutschland)
Vom Label Astro-Film aus allen existenten Fassungen zusammengeschnitten, und teils nachsynchronisiert.
Hat zwar qualitative Schwächen und ist auch durch seine stolze Länge teils etwas langatmig geraten; stellt aber durchaus eine interessante (und vor allen komplette) Version dar.
TRIVIAL:Tom Savini lies sich bei seiner Arbeit an den Gore-FX von seinen Erlebnissen im Vietnam-Krieg inspirieren, wo er als Kriegsfotograf die Hölle auf Erden erlebte.

DAY OF THE DEAD (USA 1985)AKA
ZOMBIE 2 – DAS LETZTE KAPITELDie Menschen haben den Kampf gegen die Toten verloren. Die Städte sind von Zombies bevölkert.
In einer unterirdischen Anlage arbeiten Wissenschaftler, unter dem Schutz des Militärs, an einem Mittel gegen die Seuche.
Doch ein zunehmender Lagerkoller und Spannungen zwischen den Wissenschaftlern und den Soldaten, führen Letztenendes zu einer Tragödie.
Bei „Day of the dead“ welcher in Deutschland als „Zombie2 – Das letzte Kapitel“ stark zensiert veröffentlicht (und später trotzdem indiziert) wurde, hatte Romero in der Produktion seine Probleme, da sich die Produzenten einen jugendfreundlicheren Film wünschten, um mehr Zuschauer ins Kino zu kriegen und somit mehr Geld zu verdienen.
Da Romero auf seine künstlerische Freiheit bestand, stellte ihn das Studio vor eine Wahl: Entweder er macht einen weniger harten Film und kann ein großes Budget haben, oder er bekommt ein kleines Budget, hat aber absolut freie Hand. Er entschied sich für Letzteres.
Leider musste er dafür sein ursprüngliches Drehbuch, in dem ein Paar Überlebende auf einer Insel stranden, auf welcher ein verrückter Wissenschaftler Zombies abrichtet um die Weltherrschaft zu erlangen, aufgeben und neu schreiben.
Was herauskam enttäuschte viele Fans.
Zu langatmig und dialoglastig war die Story über die Streitigkeiten zwischen den Wissenschaftlern und Soldaten geraten, zu unspektakulär im Vergleich zu seinem gigantischen Vorgänger. Der Film wurde kein Erfolg.
Dabei hatte man es allerdings keineswegs mit einem schlechten Film zu tun. Im Gegenteil: Eine dichte Atmosphäre, gute Schauspieler, eine solide Inszenierung, tolles Zombie-Make-up und die superrealistischen, knallharten Splatter-FX von Savini unterstrichen einen durchweg soliden Zombiefilm, der nur eben nicht mit seinem Vorgänger mithalten konnte, was schließlich dazu führte, das Romero erst 2005 wider einen Zombiefilm der Reihe drehen sollte.
Qualität: 8/10 (ordentliches B-Movie)
Splatter: 9/10 (Fleisch und Darmschau)
Härte: 9/10 (kompromissloses Massaker)
LAND OF THE DEAD (USA 2005)Es sind einige Jahre ins Land gestrichen, und es hat sich kaum was geändert. Immer noch herrschen die Zombies über Erde und die Menschen gehören zu einer aussterbenden Gattung, die sich inzwischen in großen abgesperrte Städten zusammengefunden hat.
In diesen Städten herrscht ein ZWEI-KLASSEN-SYSTEM.
Wehrend die Reichen, unter Führung des Millionärs Kaufmann, bei Elektrizität, in komfortablen Wohnungen im Stadtzentrum leben, müssen die Armen in den Randbezirken in Gettos zurechtkommen.
Natürlich regt sich da Widerstand gegen Kaufmanns Unterdrückung.
Allerdings haben sich die Zombies auch weiter entwickelt, werden Intelligenter, und machen sich unter der Führung des Zombies „Big Daddy“ auf dem Weg in die Stadt.
Nach fast 20 Jahren, nach den Erfolgen der „Resident Evil“ -Verfilmung und des „Dawn of the Dead“ - Remakes, wurde es Romero, der in der Vergangenheit einige Flops zu verschulden hatte, schließlich erlaubt seine DEAD-Reihe zu beenden. Mit großen Budget und nahezu freier Hand, produzierte er einen fulminanten Abschluss der Untoten-Saga, der weder die kennzeichnende Sozialkritik, noch harte Splattereinlagen vermissen lies.
Konsequent wird alles fortgesetzt was schon in den Vorgängern auftauchte, und an Insidern wurde auch nicht gegeizt (Tom Savini tauch u. a. als Machete schwingender Rockerzombie auf).
„Land of the dead“, geriet zu einem blutig, bissigen Kinovergnügen welches die meisten Fans zufrieden stellte.
Einzig der Einsatz von CGI (Computer generierte Effekte) störte etwas (, ganz besonders bei den Kopfschüssen). Dies ist aber bei Big-Budget-Filmen des neuen Jahrtausends, leider kaum noch wegzudenken ist.
Qualität: 10/10 (perfektes Handwerk)
Splatter: 8/10 (Blutdurststiller)
Härte: 8/10 (kompromisslos)

DIARY OF THE DEAD
Es beginnt mit dem Live Report vom Schauplatz einer blutigen Familientragödie.
Wehrend sich die Reporterin noch zurecht macht, sind die Sanitäter im Hintergrund gerade damit beschäftigt die Leichen wegzuschaffen, als sie merken, dass die vermeintlich Toten, doch noch lebendig zu sein scheinen.
Die folgenden, sinnlosen Hilfeversuche stellen sich als großer Fehler heraus, und Reporter und Zuschauer werden Zeugen vom Anfang vom Ende.
Unterdessen drehen einige Studenten, mit ihrem Professor, auf dem Land einen Low Budget Horrorfilm, und erfahren aus dem Radio, dass die Toten landesweit aus ihren Gräbern und die Lebenden angreifen.
Die sofortige Rückreise entwickelt sich schnell zu einer Odyssee des Grauens.
Denn obwohl Radio und Fernsehen, über erfolge der Regierung berichten und betonen, dass sich die Lage stabilisiert, sprechen unzählige Videos aus dem Internet eine viel düster Wahrheit. Die Toten haben bereits weltweit die Oberhand ergriffen, und im ganzen Land herrschen Chaos und Anarchie.
Zuerst einmal möchte ich die Skeptiker beruhigen. Obwohl Romeros fünfter Zombiestreich als Pseudo-Doku inszeniert wurde, hat man es hier ganz und gar nicht mit einem Wackelmassaker a la „REC“ oder „Cloverfield“ zu tun.
Allein schon dass der Film mit mehreren Kameras gefilmt wurde, einen ordentlichen Schnitt und Filmmusik besitzt, unterscheidet ihn von den vergleichbaren Streifen.
Nein, hier dient die Filmtechnik einzig als effektiv, preisgünstiges Stielmittel, dass einen anständigen Spielfilm seinen ganz eigenen, beklemmenden Look verpasst, und der Fantasie des Zuschauers keine allzu große Mitarbeit abverlangt.
Und bis auf die (hier noch nicht mal gewöhnungsbedürftige) Machart ist „Diary of the Dead“ ein typischer Romero-Zombie, wie ihn die Fans lieben.
Schockierend, hart, kompromisslos und düster; aber auch sozialkritisch und mit grimmig-subtilen Humor angereichert.
Aber eines nach dem Anderen:
Zuallererst sollte man sagen, dass „Diary of the Dead“ eher ein Spin-Off ist, als ein richtiger Teil der „Dead“-Reihe, da er die Geschehnisse aus dem ersten und zweiten Teil zusammenfasst und sie in die Gegenwart verlegt. Dabei gibt es auch allerlei Anspielungen an die ursprüngliche Reihe, die starken Widererkennungswert besitzen.
So gibt es auch hier eine Zombie mit aufgerissenem Bauch, der sich in seinem Krankenbett zur Seite beugt, und dadurch sein Innerstes aus der Bauchhülle plumpst. Es gibt einen Zombie-Clown, böse Nationalgardisten und sympathische schwarze Widerstandskämpfer. Auch gibt es eine Szene in der Soldaten ein Haus stürmen, in welchem die Leute ihre Toten vor der Regierung zu verstecken versuchen; welche stark an die Anfangssequenz aus „Dawn of the Dead“ erinnert. Und natürlich bleiben auch hier einige primitive Hinterwäldler und ihre perversen Schießübungen an, mehr oder weniger, beweglichen Objekten nicht aus.
Ja, der Film bietet einen sehr bunten Querschnitt durch das finstere, ganz eigene Universum der Reihe, ist aber auch eigenständig genug um abseits der Reihe, als Meisterwerk zu funktionieren.
Das liegt auch daran, dass er gefühlt sogar noch beklemmender und pessimistischer ist als die Vorgänger, da Romero sich diesmal ganz auf die Schilderung des Untergangsszenarios konzentrierte, und dieses dank der spezialen DV-Optik, in Verbindung mit der handwerklichen Perfektion, eine deutlich intensivere Atmosphäre erzeugt.
Außerdem ist der Film so sozialkritisch, wie es Romero´s Werke schon lange nicht mehr waren, obwohl man es hier, ganz genau genommen, primär mit Medienkritik zu tun hat.
Einerseits werden die regulären, professionellen Massenmedien als schönrednerische Propagandamaschinerie der Regierung dargestellt, was auch ein deutlicher Querverweis auf die Berichterstattung zu Zeiten des Irakkriegs ist.
Andererseits werden die doch so unzuverlässigen, neuen Mitmachmedien des Internets, wie „Youtube“ und Blogs als größter Quell authentischer Berichterstattung gezeigt, weil sie eben unabhängig sind.
Außerdem gibt es noch einen gewaltigen Seitenhieb gegen die so wahrheitsliebenden und immer unbeteiligten Berichterstatter und Dokumentarfilmer, die gewissenlos immer drauf halten wenn etwas schlimmes passiert, dargestellt durch Regisseur Jason, der den ganzen Film lang keinen Finger rührt um seinen Freunden zu helfen, da ihm sein Film bedeutend mehr bedeutet als menschliches Leben, was ihn auch als selbstsüchtigen Narzisst entlarvt und zu einem der unsympathischsten Charaktere des Films macht.
Aber der Name George R. Romeros steht ja bekanntlich nicht nur für bedeutungsschwangere Filmkunst, sondern auch für blutig, spannendes Horrorentertainment.
Und so besitzt sein Film natürlich auch einen gewaltigen Unterhaltungswert.
Eine grossteil davon verdankt Er seinen weitläufig unbekannten, aber großartigen Darstellern, deren meist sympathischen, (für Romero üblich) starken Rollen zudem erfreulich oft von den üblichen Klischees des Genres abweichen und wehrend des Films ihre kleinen Entwicklungen durchmachen.
Ansonsten gibt es aber natürlich wider Zombiehorror erster Güte.
Die gammeligen Gestalten sind wie immer perfekt gestaltet, träten in allen Formen und Größen auf und sorgen für allerlei harter Splatter und Goreeinlagen. Neben den üblichen zahlreich, blutigen Headshoots, werden Köpfe auch gespalten, durchbohrt, oder durch Beihilfe von Säure aufgelöst. Dabei kommen zwar verstärkt CGI-Effekte zum Einsatz, diese sind aber sehr ordentlich gemacht und stören (wenn überhaupt) nur den traditionsbewussten Gorehound, der sich von handgemachten Latextricks nicht loseisen will. Von diesen Handmade-FX gibt es aber auch einige ganz Hübsche.
Allerdings ist der Film nicht so explizit wie seine Vorgänger. Besonders auf Fressorgien und Ausweidungen wurde diesmal verzichtet.
Der Härtegrad ist wohl am Besten mit Tom Savinis „Night of the living Dead“ -Remake vergleichbar, wobei bei „Diary of the dead“ dann doch noch etwas mehr gesplattert wird.
Story und Handlung selbst sind einfach, aber sehr abwechslungsreich, flott, spannend und werden zwischendurch mit etwas trockenem Humor aufgelockert. Ein echter Brüller ist der stumme, Dynamit werfende Amish Samuel, der auch für zwei der coolsten Zombiekills des Films sorgt.
Aber auch die eigentlich sehr fiese Szene mit nem Zombie-Clown auf einem Kindergeburtstag entbehrt nicht einem gewissen Grad an ironischen Witz.
Außerdem gibt wider einige kleine Gastautritte von Horrorlegenden. Diese sind allerdings etwas anders, als man denkt, da sie eigentlich nur als Stimmen von Kommentatoren in Erscheinung treten (u.a. übernahm auch Stephen King eine kleine Rolle als Nachrichtensprecher im Radio).
Und so hat Romero es wider mal geschafft einen unglaublich guten Zombiefilm auf die Beine zu stellen. Er durfte sich so richtig austoben, experimentierte ein Bisschen und vergas trotzdem nicht an seine Fans zu denken, und das was ihnen gefällt.
Heraus kam ein beeindruckendes, atmosphärisches B-Movie, das am besten Zeigt, wieso der Schöpfer des Genres nicht unbedingt ein großes Budget, aber immer seine künstlerische Freiheit braucht um wirklich Großes zu erreichen.
Ein toller Film, der die (eigentlich abgeschlossene) Reihe wieder belebt und Lust auf mehr macht. Eine Fortsetzung ist ja auch schon in Planung.
Der beste Romero seit „Dawn of the Dead“.
Wie und wann der Film in Deutschland erscheinen wird, ist noch unklar; aber er wird kommen und mit einer Uncut-VÖ mit FSK-Sigel sollte es auch keine Probleme geben.
SPLATTER: 08/10
ATMOSPHÄRE: 10/10
HÄRTE: 09/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 90% (Für Fans der Reihe 100%)


DEATH SENTENCE
John Hume ist ein überglücklicher Mann. Guter Job, eine schöne liebende Ehefrau und zwei tolle Söhne, sind der Lebensinhalt des Managers.
Bei einem Tankstop, auf dem Rückweg von einem Hockeyspiel wird die Idylle zerstört. Eine Gang sucht sich seinen ältesten Sprössling als Opfer für einen Einstiegsmord aus, und tötet ihn vor Johns Augen.
Der Täter wird zwar gefasst, doch als der Staatsanwalt sich mit dem Killer einigen will, und diesem höchstens 6 Jahre drohen, verweigert John die aussage und entschließt sich den jungen Mann selbst um die Ecke zu bringen.
Ein folgenschwerer Fehler, der John und seine Familie noch viel mehr kosten wird…
„Rache ist Blutwurst“ – Das Kredo jedes anständigen Selbstjustizstreifens.
Was Charles Bronson mit der „Death Wish“ -Reihe („Ein Mann sieht Rot“) begonnen hatte, fand in der Filmgeschichte unzählige Nachahmer, wie „Man on Fire“, „The Punisher“, oder zuletzt „Die Fremde in Dir“.
Das Strickmuster der Geschichte ist somit immer einfach (was es aber auch möglichst sein soll): Einer Person, meist männlich, wird von einer gesetzlosen Übermacht ein geliebter Mensch genommen, und diesen gilt es eben rächen.
Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Auch „Death Sentence – Todesurteil“ reiht sich nahtlos in dieses, nicht ganz unumstrittene und besonders bei deutschen Jugendschützern unbeliebte Genre.
Dabei setzt James Wan („Saw“) vor allen Dingen auf schnörkellose, teils recht blutige Action und lieferte eigentlich einen sehr klassischen Actionschocker, der dem ersten „Death Wish“- Filmen sehr nahe kommt.
Die Schauspieler sind allesamt gut. Besonders Kevin Bacon spielt seiner Rolle sehr gut, und überzeugt als Familienvater, der sich zum gnadenlosen Rächer entwickelt. Fast schon noch besser aber ist John Goodman in einer kleinen (aber gewichtigen) Nebenrolle als schmieriger Waffenverkäufer. Da hätte man locker ein Paar Szenen mehr mit dem bösartigen Mann einbauen können.
Ansonsten sind alle Figuren sehr klischeehaft, wodurch der Film einen gewissen 80er-Touch bekommt. Seien es die gewissenlos, asozialen Mitglieder der Jugendgang, oder die schwarze Polizistin, die als Stimme des Gesetzes und der Moral immer wider Vorträge über „Ursache und Wirkung“ hält, aber, bis auf dass der Film nun scheinheilig von sich behaupten kann, das er dass kontroverse Thema differenziert angeht, absolut nutzlos.
Auch etwas überflüssig sind einige der mit (sehr schöner) Musik unterlegten videoclipartige Szenen, die den etwas dünnen Inhalt wohl etwas strecken sollen. Sie sind zwar ganz nett und stören nicht unbedingt, kommen aber zu oft vor und drosseln das Tempo der Handlung ein Bisschen.
Trotzdem ist der Film sehr sehenswert, was besonders an dem sehr gelungenen Spannungsaufbau und der schnellen, adrenalingeladenen Action liegt. Letztere ist kompromisslos, hart und wunderbar Bodenständig, was ebenfalls wider an die Kracher der 70er und 80er erinnert.
Der intensive Spannungsaufbau ergibt sich daraus, dass die betroffene Bilderbuchfamilie sehr realistisch gezeigt wird, und dass der Film mit der Urangst vor der Zerstörung dieser Idylle spielt, und teils wirklich drastische Szenen zeigt.
Ansonsten gibt es noch eine schicke DV-Optik und eine, besonders ab der zweiten Hälfte, dichte Atmosphäre.
Auch ist der Gewalt und Goregehalt keinesfalls gering. Hier wird schon recht deutlich gezeigt, was Waffen alles anrichten können. Blut spritzt literweise, und hin und wider flattert auch mal ein Körperteil durch die Luft.
So ist „Death Sentence“, trotz kleiner (aber absolut verzeihlicher) Macken, ein grundsolider, knallharter, zum Teil beklemmender Selbstjustizstreifen, mit erstklassiger Action und guten Schauspielern, der besonders die Nostalgiker begeistern wird, aber auch sonst für einen guten Filmabend herhalten kann.
Sehenswert.
Der Film hat uncut das rote Siegel der FSK.
SPLATTER: 09/10
ATMOSPHÄRE: 09/10
HÄRTE: 10/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 91%
RISE OF THE FOOTSOLDIER
Anfangs ging es Leach nur ums Kloppen, als er als Hooligan in den frühen 80ern durch die Stadions zog. Doch nachdem man ihm bei einer Schlägerei eine Axt in den Schädel rammte entschloss er sich mit seiner ganzen Energie lieber Geld zu verdienen, heuert als Türsteher an und arbeitet sich schnell zum gefürchteten Gangster hoch. Doch Erfolg wärt nicht Ewig.
Fußball, Drogen und Gewalt. Also wenn man mir diese drei Stichworte als Beschreibung für einen Film gibt, ahne ich in der Regel schon, wo der Streifen her kommt.
Genau, die Briten haben mal wider zugeschlagen, hier sogar im wahrsten Sinne des Wortes.
Schnell, düster, hart, roh, schwarzhumorig und bitterböse, aber auch virtuos, fesselnd und faszinierend kommt das neue Kunstwerk von Julian Gilbey daher und lässt von der ersten rasanten Minute keinen Zweifel daran, dass man starke Nerven haben muss um es bis zum Ende zu überstehen.
Der Film erzählt in schnellen Etappen die wahre Geschichte des Gangsters Charlton Leach, der sich vom einfachen, Gewalt verliebten Hooligan und Türsteher, bis in die hohen Reihen der Unterwelt von Essex arbeitet.
Da ich keine Infos zur Story hatte, und mir die Inhaltsangabe eines Films nur durchlese, wenn ich mich wirklich für in interessiere, dachte ich auch Anfangs, dass es sich bei „Rise of the Footsoldier einzig um eine brutalere Version von the „Football Factory“ handelt. Aber weit gefehlt.
Fußball spielt hier nur die ersten zehn Minuten ein Rolle, tatsächlich handelt es sich hier um einen epischen Gangsterfilm in der Machart großer Mafiawerke, wie „Good Fellas“ und „Casino“.
Unterlegt von Leachs Erzählstimme, werden hier die wichtigsten Geschehnisse aus fast zwanzig Jahren Gangsterleben erzählt.
Dabei sind es hier allerdings keine illustren Leutchen in Anzügen denen der Zuschauer durch die Geschichte folgt, sonder rohe Gestalten aus der Türsteher- und Bodybuilderszene, die auch schon mal ihre Frauen prügeln, oder wegen einer Unstimmigkeit bei der Pizzabestellung ins Lokal stürmen und dem frechen Geschäftsführer das Gesicht aufschlitzen.
Die Charaktere sind sehr realistisch gezeichnet, und werden meist mit einer witzig-brutalen Rückblende vorgellt. Außerdem gelingt es den exzellenten, meist hierzulande eher unbekannten Darstellern ihre sehr authentischen Figuren, trotz aller Gewalt- und Drogenexzesse sympathisch darzustellen; nach dem Motto: „Ich bin ein verdammt netter Kerl, aber wage es nicht mir blöd zu kommen!“. Dieses Zwiespältige ist es, was diese Monster in Menschengestalt für den Zuschauer interessant und zugänglich macht, und ihn, in einer speziellen Form des Stockholm-Syndroms, fasziniert auf verlockende Weise in das Gesehene mit einbindet.
Dies gilt besonders für Leach, der Einerseits (einfach ausgedrückt) ein brutaler Arsch ist, andererseits aber auch ein loyaler Freund und liebender Familienvater ist, und sich wehrend des Films vom prügelsüchtigen Hitzkopf zum besonnen Anführertyp entwickelt, der die Fehler der Vergangenheit offen eingesteht.
Für diese Rolle gebührt Hauptdarsteller Ricci Harnett großer Respekt. Er meistert seine Rolle erstklassig und überzeugt, sowohl durch seine großartige Schauspielkunst, als auch durch seine Bodyacting.
Und auch die Kulissen sind keine edlen Bars, feinen Restaurants oder 5-Sterne-Hotels; sondern Discotheken, Lagerhäuser und spießig-triste Reihenhäuschen in der Vorstadt Hier wird keine Welt der Reichen gezeigt, sondern die der Mittelklasse, in der noch eine schwer erkennbare Halbwelt existiert, in der das Recht des Stärkeren regiert.
Die abwechslungsreiche Handlung spiegelt alle Facetten dieser Welt wider. Sie beginnt recht locker, wird aber im Verlauf des Films immer ernster und mündet in einem nüchternen, fast schon offenen Ende. Dabei wird der Film aber niemals Moralisch, oder ergreift Partei. Er zeigt alles einfach wie es ist. Mann könnte sagen, dass es sich hier eigentlich um eine als Spielfilm getarnte Dokumentation handelt, wäre da nicht der virtuose Einsatz verschiedenster Stielmittel und diese dezente, schwarzhumorige Note, der „Rise of the Footsoldier“ einen Großteil seines enormern Unterhaltungswerts verdankt.
Für Gorehounds kommt noch hinzu, dass hier keine fünf Minuten vergehen, ohne das Blut fließt.
Brutalste Schlägereien, Folter und Exekutionen gehören hier zum guten Ton. Dabei wurde, soweit ich das erkennen konnte, auf CGI gänzlich verzichtet.
Ein hammerharter Ausnahmefilm für Leute mit starken Nerven, der fesselt und durch handwerkliche Perfektion, exzellente Darsteller, ein beeindruckendes Tempo und seinen schonungslosen Realismus gegeistert. Ein Strudel der Gewalt der die Zuschauer mitreißt.
Schon lange Zeit keinen so guten Film mehr gesehen. Absoluter Top-Tipp, den man gesehen haben muss.
Der extrem brutale Film wurde ungeschnitten von der Spio/JK freigegeben.
SPLATTER: 10/10
ATMOSPHÄRE: 10/10
HÄRTE: 10/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 98%
WAR OF THE WORLDS 2 – The second Wave
Ja, die Aliens haben die Welt in Schutt und Asche gelegt und sind schließlich an einem Heuschnupfen eingegangen.
Doch damit möchte sich der Rest ihrer blutdurstigen Rasse nicht abgefunden und schickt weiterer Herscharren Richtung Erde.
Doch auch einige findige Wissenschaftler habe die Schnauze voll vom ständigen gelasertwerden und entschließen sich, mit Beihilfe von Alientechnologie den Widerstand in die Schlacht zu schicken.
Dazwischen gibt’s noch so nen Typen, der versucht seinen weggelaserten Sohn widerzufinden.
Gut, die Erwartungen waren nicht unbedingt hoch, als mir dieser Schinken in die Hände gefallen ist. Besonders, da ich von dem Film bis dato noch nichts gehört habe.
Und als dann gleich als Erstes der „Asylum“ – Schriftzug erschien und gleich darauf das ausgelaugte Gesicht von C. Thomas Howell in die Kamera wankte (der hier auch noch Regie führte), war mir klar wieso ich bisher noch nichts von dem Filmchen gehört habe.
Und ganz ehrlich gesagt: Es ist kein Verlust „War of the Worlds 2 – The second Wave“ nicht zu kennen, denn der plump billige Film, hat nicht mal ansatzweise die Klasse des Originals der 50er, oder des Spielberg-Remakes.
Nein, hier haben wir einen lieblos zusammengeklauten Low-Budget-Trash, der außerdem noch mehr versucht zu sein, als er wirklich ist, und dabei so kläglich versagt wie es nur irgend möglich ist
An diesem Film stimmt wirklich gar nichts.
Dies fängt schon mal mit der füllig löchrigen, teils von „Independence Day“ zusammengeklauten Story und der unglaublich lahmen Handlung an, bei der zwar immer etwas passiert, aber in keinster Minute auch nur der Ansatz von Spannung aufkommen kann. Letzteres liegt zum Einen an den unglaublich flachen, schablonenhaften Charakteren, die dann aber immerhin noch leidlich solide gespielt sind.
Alles Andere als Solide dagegen sind die zahlreichen im Computer entstandenen Tricks. Besonders die krabbelnden Alienschlachtschiffe sehen echt hässlich und billig aus. Aber auch die Luftschlachten sind sehr lächerlich geraten, können nicht im Geringsten überzeugen, und taugen höchstens als Bildschirmschoner.
Zu allem Überfluss nimmt sich der Streifen auch noch Bierernst, was jeden Anflug von trashigen Charme, oder Humor verhindert.
Fairer Weise sollte man aber sagen, dass der Film sogar noch die solideste Asylum- Produktion darstellt, die ich bisher gesehen habe, und immerhin (dank einem hübschen Intro) gut als Pilotfilm zu einer (zurecht) nie realisierten TV-Serie durchgehen könnte, was aber nur ein winzig kleiner Pluspunkt ist.
Allerdings werden auch die (wenigen) Asylum-Fans und Gorehounds, die von der C-Schmiede bisher wenigstens ordentliche, handgemachte Blut- und Gore-Tricks bekamen, sehr enttäuscht sein. Denn Bluttechnisch passiert hier überhaupt nichts.
So gehört „War of the Worlds 2“ eindeutig in die Sparte „Filme die die Welt nicht braucht“ und kann einzig und allein auf seinen kultträchtigen Titel bauen, dem er aber nie gerecht wird.
Wer die fiesen Weltraummonster und ihre Todesstrahlen unbedingt wider sehen möchte sollte sich Original und Remake zu Gemüte führen, oder mal nen Blick in die wunderbar trashige 80er-90er TV-Serie „Krieg der Welten – Die Auferstehung“ riskieren, diese war nicht nur bedeutend unterhaltsamer, sondern auch viel lustiger und bot gelegentlich sogar echt harte Gore-Effekte.
Der hier besprochen Film ist nämlich absolute Zeitverschwendung und daher einer der absoluten Flops des Jahres.
Finger weg!!!
Falls der Film das deutsche Land heimsucht, wird die FSK mit hoher Wahrscheinlichkeit die 12er-Freigabe erteilen.
SPLATTER: 01/10
ATMOSPHÄRE: 03/10
HÄRTE: 04/10
QUALITÄT: 07/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 28%

WRESTLEMANIAC
Ein Filmteam, welches hinter der mexikanischen Grenze einen Billigporno drehen möchte, bleibt kurz vor eine Geisterstadt mitten in der Wüste liegen.
Der schleimiger Regisseur entscheidet sich die unheimliche Stadt sogleich als Kulisse für das Filmchen zu nutzen, lässt die Hosen runter und vergnügt sich for der Kamera mit den drei blonden Darstellerinnen.
Keiner von der Crew ahnt, dass im Gebüsch ein durchgeknallter Wrestler lauert, der seine Opfer nicht nur gern verkloppt, sondern ihnen auch (wörtlich) das Fell über die Ohren zieht…
Was hat das Slashergenre nicht schon Kurioses hervorgebracht.
Einen dauerkichernden Psychoarzt („Dr. Giggles“), ein Augen sammelndes Muttersöhnchen („See no Evil“), eine untoten Piraten („Jolly Roger“), und jetzt…
Ja, tatsächlich EL MASCARADO, den mexikanischen Amokwrestler, der nicht nur Knochen knackt, sondern auch die Gesichter seiner Opfer an seine Sammelwand nagelt, wie manch Anderer Fußballsticker.
Hier hat man sich für die Fangemeinde blutiger Mörderunterhaltung wider mal etwas einfallen lassen und einen kultig-netten Hochglanztrash produziert.
Die Story ist so simpel wie sie klingt, und bedarf keiner großen Erklärungen, da sie einzig und allein als Aufhänger für die Handlung herhalten muss, welche wiederum nach einfachem 08/15-Metzel-Schema abläuft. Aber, dass das Drehbuch keinen Oskar gewinnen würde, war ja eigentlich sowieso klar.
Dies gilt auch für die Darsteller, welche allerdings immerhin guter Durchschnitt sind. Außerdem sind die drei Mädels verdammt Sexy, was den Film, abseits der Action, um einige zusätzliche Schauwerte bereichert.
Dies gilt auch für die Geisterstadt, die für den nötigen Schuss Atmosphäre sorgt.
Und auch sonst gibt’s an der Inszenierung Nichts zu meckern. Der Film nimmt sich nicht besonders Ernst, und bleibt über die gesamte Spielzeit unterhaltsam.
Zwar passiert wehrend der ersten Hälfte nicht viel, aber langweilen tut man sich trotzdem nicht. Und ab der zweiten Hälfte geht’s dann richtig los.
Der stämmige, wilde Mann haut ordentlich auf die Kacke und sorgt damit bei so manchen Gorehound für gute Laune.
Die Morde sind schön Brutal und flott in Szene gesetzt, und werden zum Ende hin härter. Es gibt einige hübsch-blutige Szene, und besonders das Abziehen der Gesichter ist sehr gut gelungen. Und natürlich werden die Opfer auch ordentlich nach Catchermanier verkloppt, bevor es ihnen dann final an Leder geht.
Außerdem kommt beim Gemetzel auch genug Spannung auf, da die Charakter allesamt eigentlich irgend ein Opferklischee bedienen, und man daher nicht abschätzen kann wer stirbt und wer überlebt.
So ist „Wrestlemaniac“ ein netter und sehr unterhaltsamer Neuling im Slashergenre, der es mit einem gelungenen Einstand um eine weitere ausgefallene Figur bereichert, die so manchen Fan und sicher auch eine Fortsetzung finden wird.
Pflicht für Freunde des Genres.
Die deutsche Spio/JK-DVD ist ungeschnitten. Es gibt allerdings auch eine gekürzte, FSK geprüfte, DVD – Von dieser sei natürlich möglichst abzuraten.
SPLATTER: 08/10
ATMOSPHÄRE: 09/10
HÄRTE: 09/10
QUALITÄT: 10/10
UNTERHALTUNGSGARANTIE: 89%












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